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Was Du tun kannst, damit dir dein Designer das perfekte Cover zaubert

Ich habe Angst, dass mir das Buchcover, das mir mein Designer erstellt, nicht gefällt.

Eine nachvollziehbare Sorge vieler AutorInnen.

Du wünscht dir natürlich, dass dein Buch am Ende perfekt ist – so, dass Du stolz darauf sein kannst.

Aber man will und kann nicht immer alles selbst machen. Egal ob Lektorat, Korrektorat, Buchsatz oder Buchcover. Manchmal muss einfach ein Profi her – aber wie kannst Du sicherstellen, damit Du das Ergebnis erhältst, das Du dir wünscht?

Als Coverdesignerin hatte ich schon unterschiedlichste AutorInnen – welche mit sehr genauen Vorstellungen zum Cover und welche mit so gar keinen.

Aber wie kommt es dann überhaupt zu einem Cover und was kannst Du tun, damit Du ein Cover erhältst, dass am Ende auch das richtige ist?

Erster Eindruck

Wenn alles reibungslos klappen soll, suche natürlich zuerst nach einem Designer der dir zusagt.

Der Designer soll dir sympathisch erscheinen, sein Internetauftritt vertrauenswürdig. Wenn Du einen ersten Eindruck gewinnen willst, stelle ganz unvermittelt eine Frage oder noch einfacher, hinterlasse einen Kommentar oder eine Nachricht auf Social Media und warte ob Du eine Antwort erhältst und ob diese dann auch professionell ist.

Das Portfolio

Wenn der erste Eindruck dir zusagt, schaue dir bisherige Arbeiten oder Premades des Designers an, um seinen oder ihren Stil kennen zu lernen. Der Stil des Designers muss dir zusagen, sonst hat das alles erst gar keinen Sinn.

Diesen Stil musst Du dir auch für dein Buch vorstellen können. Wenn Du von einem Designer etwas ganz anderes verlangst, als er sonst gestaltet, wird er das Projekt entweder von Anfang an gar nicht annehmen oder wenn Du den Designer über deine Ideen vor Projektstart im Unklaren lässt, kann es passieren, dass Du am Ende dann nicht das gewünschte Ergebnis erhältst.

Informiere dich auch vorab über den Preis. Es hat keinen Sinn, eine detaillierte Anfrage zu stellen, wenn die Preisvorstellungen zuweit außeinander liegen.

Anfrage und Angebot

Wichtig bei deiner Anfrage sowie der gesamten Zusammenarbeit: nimm die Sache ernst.

Nimm dir die benötigte Zeit und mach das alles nicht nebenbei, weil Du keinen Wert darauf legst.

Sei also gleich schon zu Beginn bei deiner Anfrage präzise. Kleinere Fragen über Social Media sind okay, aber eine richtige Anfrage wird per E-Mail oder Kontaktformular gestellt.

Schau dafür auf die Website des Designers dort siehst Du wie Du ihn am besten kontaktieren kannst.

Du musst keinen Roman verfassen, aber stelle sicher, dass deine Anfrage die wichtigsten Punkte enthält:

Was Du benötigst: zum Beispiel ein eBook- und Printcover sowie ein Lesezeichen.

Worum es bei dem Projekt geht: zum Beispiel Du möchtest ein Cover für deinen Fantasy-Roman gestalten lassen und das passende Lesezeichen dazu. Gib gerne auch kurz deine Vorstellungen dazu an, falls Du welche hast. Das muss kein Roman werden, nur ein ungefährer Richtwert.

Bis wann Du die Unterlagen benötigst: Falls Du eine Deadline hast, gib diese gerne gleich bekannt. Du musst immer damit rechnen, dass es mehrere Wochen dauern kann, bis es überhaupt möglich ist mit deinem Auftrag zu beginnen. Also melde dich schon immer zeitgerecht.

Stell bei Bedarf noch weitere Fragen oder gib weitere Infos bekannt, die für dich oder den Designer wichtig sein könnten.

Wenn der Designer noch Rückfragen hat, gibt er dir Bescheid. In der Regel erhältst Du entweder gleich ein Briefing und dann erst das Preisangebot oder bei Pauschalpreisen gleich das Preisangebot.

Die Preise und Zahlungskonditionen und auch was im Preis alles an Service enthalten ist, ist von Designer zu Designer unterschiedlich. Deshalb lies das Angebot aufmerksam durch und stelle bei Bedarf Fragen.

Kleiner Tipp:

Auch wenn Du ein Angebot einmal nicht annimmst, egal aus welchem Grund – der Designer freut sich immer, wenn Du ihm zumindest Bescheid gibst, damit er weiß, dass das Angebot vom Tisch ist.

Ein Profi wird dich nicht bedrängen oder überreden ihn doch zu buchen, also gibt es keinen Grund Angst vor der Absage zu haben. Es gehört zum guten Ton sich zu melden, auch wenn man das Angebot nicht annehmen möchte, schließlich hat der Designer seine Zeit investiert, um das Angebot für dich zu kalkulieren.

Das Briefing

Jeder professionelle Designer nimmt in der einen oder anderen Form ein Briefing vor. Entweder bereits vor dem Angebot oder danach.

Das Briefing ist essentiell, damit Du am Ende ein Cover in Händen hältst, über das Du dich freust, deshalb stecke auch genug Mühe beim Ausfüllen hinein und fülle es wirklich absolut sorgfältig aus.

Beim Briefing fragt der Designer für ihn wichtige Fragen. In der Regel sind dies Fragen zum Buch und zu deinen Gestaltungswünschen sowie technische Fragen wie zB die Buchmaße.

Dadurch kann sich der Designer einen Eindruck schaffen und verstehen, welche Wünsche Du zum Cover hast und auch was für eine Gestaltung zu deiner Geschichte, deinem Genre und zu deiner Zielgruppe passt.

Wenn Du den Designer nicht richtig briefst, weiß er nicht was Du willst und brauchst und dann läufst Du Gefahr, dass Du nicht das bekommst, was Du dir erhoffst. Der Designer kann nur mit den Informationen arbeiten, die Du ihm gibst, also gib ihm alles was Du an wichtigen Infos hast und beantworte alle Fragen so gut wie möglich.

Der Entwurf

Auf dein Briefing hin arbeitet der Designer einen Entwurf aus. Hier hast Du nun die Chance Änderungswünsche bekannt zu geben.

Wichtig dabei: sei ehrlich, aber freundlich. So viel Herzblut wie Du in deine Geschichte steckst, steckt der Designer in das Cover. Es ist okay, wenn nicht gleich alles perfekt ist, aber der Ton macht die Musik. Traue dich ruhig Änderungswünsche bekannt zu geben, aber wie gesagt immer freundlich und sachlich bleiben.

Formuliere Änderungswünsche immer so genau wie möglich – sei sorgfältig, genau wie beim Briefing. Der Designer muss anhand deiner Beschreibung verstehen können was Du meinst, denn er kann nicht in deinen Kopf sehen.

Gib auch alle deine Änderungswünsche auf einmal bekannt und nicht nacheinander. Äußere nicht eine Korrektur und dann wenn sie erledigt ist, eine zweite und dann wenn diese erledigt ist eine dritte. Nein, nenne alle drei bitte gleich von Anfang an. Das spart Zeit und dir eventuell auch Geld.

Wenn jedoch eine Korrektur beim zweiten Mal immer noch nicht passt, ist das etwas anderes. Versuche dann mit dem Designer zu sprechen, wo hier eventuell Missverständnisse in der Kommunikation vorliegen.

Das fertige Design

Nachdem der Entwurf angepasst und Du zufrieden bist, arbeitet der Designer noch die  letzten Details aus und macht deine Cover-Datei fertig.

Das gleiche Prozedere gilt natürlich auch für Werbemittel und Co.

Sobald die Dateien final sind und hinsichtlich Zahlung alles geklärt ist, erhältst Du die fertigen Dateien zur Verwendung.

Ganz wichtig: Du darfst die Dateien nur für jene Zwecke verwenden, die Du auch mit dem Designer vereinbart hast. Wenn Du sie darüber hinaus für etwas verwenden möchtest, frage zuerst bei deinem Designer nach, ob das in Ordnung ist.

Ich bitte am Ende eines jeden Projektes immer auch um ein kleines Feedback zur Zusammenarbeit. Nimm diese Chance gerne wahr und hinterlasse deine Meinung.

Dein Feedback ist für den Designer, wie für dich die Rezensionen deiner Leser – es ist sehr wertvoll und hilfreich.

Fazit

Sorge für eine gute und freundliche Kommunikation.

Suche dir einen Designer der dir sympathisch ist und dessen Stil zu dir und deinem Buch passt.

Nimm die Anfrage und das Briefing ernst und sei sorgfältig dabei.

Wirf auch bei Änderungswünschen einen genauen Blick auf die Sache. Nimm dir ruhig einen Tag länger zum Überlegen Zeit, bevor Du alles stückchenweise weitergibst.

Und zu guter Letzt: umso schneller Du auf E-Mails von deinem Cover-Designer reagierst, umso schneller kann er weiterarbeiten und umso schneller kommst Du an dein Cover.

Du musst nicht immer sofort antworten, aber innerhalb einer moderaten Zeit von ein paar wenigen Tagen zumindest ein Lebenszeichen geben. 😉

Wenn Du dich an diese Tipps hältst, hast Du die besten Chancen auf eine gute Zusammenarbeit und ein Cover mit dem Du am Ende zufrieden bist. 🙂

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