Rezension – Streuner

geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Streuner – verflucht liebenswert ist ein Buch das ich schon haben wollte, seit es veröffentlicht wurde. Das ist nun zwar schon eine Weile her, doch endlich habe ich es geschafft. Was soll ich sagen, ich liebe flauschige Fellknäuel. 🙂

Streuner - verflucht liebenswert Stefanie Scheurich
Bildquelle: www.sternensand-verlag.ch

Handlung:

Boru soll ein Hexenmeister werden, doch er kann sich so gar nicht mit dem Schicksal anfreunden, dass seine Mutter ihm auserkoren hat. Boru möchte viel lieber Sänger werden und beschließt eines Tages aller Zweifel zum Trotz, sich seiner strengen Mutter zu widersetzen. Boru verlässt die Hexerschule und überquert die magische Grenze in die Welt der Normalos, als der nichtmagischen Menschen.

Doch als Boru die Grenze überschreitet, muss er plötzlich feststellen, dass sich sein Körper verändert hat. Boru findet sich im schwarzen Fellkleid und auf vier Pfoten wieder. Entsetzt muss er feststellen, dass er ein Kater ist – und was können Katzen nicht? Singen! Borus Traum zerplatzt damit wie eine Seifenblase. Er hat seinen ganzen Mut zusammengenommen und nun das. Boru hat nun die Wahl im wahrsten Sinne des Wortes den Schwanz einzuziehen und sich demütig seiner vor Wut schäumenden Mutter zu stellen (denn wer sonst hätte ihm diesen Zauber aufgehalst) oder er macht das Beste aus seiner Lage und stellt sich der Situation.

Boru merkt schnell, dass das Leben als Kater nicht so einfach ist und hat Glück als Greta ihn findet und sich um ihn kümmert. Die beiden schließen einander schnell ins Herz, doch Boru kann Greta nicht mitteilen, wer er wirklich ist, denn als Kater kann er auch nicht sprechen. Greta wiederum merkt, dass Streuner wie sie Boru nennt, sehr schlau ist, doch als Normalo weiß sie nicht, dass Magie überhaupt existiert und würde nicht einmal im Traum daran denken, dass Streuner in Wahrheit ein Mensch sein könnte.

Boru genießt seine Zeit als Kater mit Greta mehr als gedacht, doch schon bald steht seine Schwester Bessie vor ihm und bringt Boru Kunde von ihrer Mutter und die ist alles andere als froh. Boru muss sich entscheiden, für seine Vergangenheit oder Zukunft und was er bereit ist dafür zu opfern.

Charaktere und Schreibstil:

Der Schreibstil ist angenehm, humorvoll, leicht und beschwingt. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten und man liest abwechselnd aus der ICH-Perspektive von Boru und Greta, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Er der angehende aber doch recht schüchterne Hexer mit dem Traum vom Singen und sie die vorlaute Einzelgängerin die kein Blatt vor den Mund nimmt. Da Greta durch ihre schroffe Art häufig aneckt, fühlt sie sich von Streuner besser verstanden, als von ihren Mitmenschen. In seiner Katzengestalt lernt Boru eine Seite an Greta kennen, die er vielleicht nicht hätte entdecken können, wären sie sich beim ersten Mal als Menschen begegnet. Die Zuneigung und der Umgang der beiden miteinander wird so liebevoll beschrieben, dass man die beiden sofort ins Herz schließt.

Fazit:

Streuner ist ein unglaublich süßes Buch und auf jeden Fall ein Muss für alle magisch begeisterten Katzenfans. Es ist ein Buch das Grenzen überwindet und zeigt, dass auch wenn man noch so unterschiedlich ist, man trotzdem zusammengehören kann und nie aufgeben soll, für seine Träume zu kämpfen. 🙂


 

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