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Rezension – A Curse so Dark and Lonely

Rezension – A Curse so Dark and Lonely

Das Buch stand auf meiner Wunschliste seit ich es zum ersten Mal auf Instagram entdeckt habe.

Und dann war eine wundersch├Âne limitierte Ausgabe in meiner FairyLoot Box enthalten – ich habe mich riesig gefreut. ­čÖé

Gleich vorweg: A Curse so Dark and Lonely ist mein liebstes Buch, das ich dieses Jahr bisher gelesen habe und sofort zu einem „all time favourit“ geworden. ­čÖé

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Handlung

A Curse so Dark and Lonely ist angelehnt an die allseits ber├╝hmte Geschichte Die Sch├Âne und das Biest und doch ganz eigenst├Ąndig und anders.

Der junge Prinz Rhen hat eine m├Ąchtige Zauberin ver├Ąrgert, die ihn dazu verflucht, Monate seines achtzehnten Jahres immer wieder zu wiederholen. Gegen Ende dieser immer wiederkehrenden Saisonen verwandelt er sich in eine Bestie, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann.

Wenn die Saison endet, kehrt alles im Schloss wieder in seine Ursprungslage zur├╝ck. Mit Au├čnahme der Menschen, die gestorben sind. Die Toten bleiben tot.

Schon mehrere hundert Saisonen sind angebrochen und Rhens Verzweiflung ist greifbar. Er hat nicht nur seine Familie durch den Fluch verloren, sein Volk ist ohne die K├Ânigsfamilie ohne F├╝hrung. Elend und Hunger breiten sich aus, die k├Ânigliche Armee ist zerschlagen und die Invasoren stehen vor der Schwelle.

Es br├Ąuchte nur ein M├Ądchen, das ihn liebt, um den Fluch zu brechen. Ein leichtes dachte sich Rhen, als im der Fluch auferlegt wurde. Doch sein Kommandant Grey, der Einzige der an seiner Seite verblieben ist, bringt ihm jede Saison eine junge Frau und nichts was Rhen je getan hatte, hatte Erfolg gebracht.

So viele Saisonen, so viel Zerst├Ârung, so viele Tote. Allein durch sein Versagen. Rhen ist des Spieles m├╝de, was die b├Âse Zauberin Lillith nicht am├╝siert. Sie gew├Ąhrt Rhen eine letzte Saison. Sollte er diese Saison sterben, w├Ąre er wirklich tot. Nicht wie in den Saisonen davor.

Rhen hatte oft genug in seiner Verzweiflung auf vielerlei Arten versucht sich das Leben zu nehmen. Doch dann begann die Saison wieder von vorne. Aber diesmal w├╝rde es enden. Fast ein Hoffnungsschimmer f├╝r den leidgeplagten Rhen. Sein Kommandant Grey w├Ąre befreit und das Leid h├Ątte ein Ende.

Doch in dieser Saison muss Rhen erfahren, wie es wirklich um sein Volk steht. Selbst wenn er sich t├Âtet, bevor er sich in die Bestie verwandelt, die schon so viele Leute zerrissen hat, wird das benachbarte Reich einmaschieren und seine Leute werden sterben. Allein durch sein Versagen.


„The thougth feels immeasurably selfish now. He can kill me, but that will do nothing to spare my subjects from an invading force. My death ends my suffering. It does nothing for him or for my people.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 157


Seine letzte, fast erloschene Hoffnung ruht auf dem M├Ądchen, das Grey diese Saison bringen wird. Grey hat als einziger durch den Fluch die F├Ąhigkeit erhalten, in eine andere Welt zu reisen und erwischt dort ausgerechnet Harper.

Harper die eigentlich gerade Schmiere f├╝r ihren Bruder Jake steht, der versucht die Schulden ihres Vaters durch dreckige Arbeit abzubezahlen. Und dabei sieht sie pl├Âtzlich einen jungen Mann in einer Gasse, der versucht ein M├Ądchen zu entf├╝hren.

Harper will eingreifen und geht auf den Mann los. Doch pl├Âtzlich befindet sie sich nicht mehr in Washington D.C. Sie befindet sich an einem fremden Ort, einer fremden Welt. In Emberfall. Grey hat sie hergebracht, als letzte Chance den Fluch zu brechen.

Doch Harper vertraut ihrem Entf├╝hrer nicht und auch nicht dem verschlossenen Rhen. Sie hat Sorge um Jake und um ihre kranke Mutter. Doch sie kann nicht mehr zur├╝ck.

Anstatt sich zu f├╝rchten, nimmt Harper jedoch ihr Schicksal selbst in die Hand und ist auch bereit es mit dem bis zu den Z├Ąhnen bewaffneten Grey und dem Prinzen aufzunehmen.

Aber Harper muss sich der Wahrheit stellen – das Schloss ist verflucht – und sie die einzige die den Fluch brechen kann. Es geht nicht nur um Rhen, es geht nicht nur um Grey, sondern um ein ganzes Volk. Wie soll sie sich in einen Mann verlieben, dem sie nicht vertraut? Der veranlasst M├Ądchen zu entf├╝hren?

Doch sie erkennt, Grey und Rhen sind nicht die Monster die sie zu anfangs in ihnen sehen will. Sie erkennt ihre Verzweiflung und ihre Hoffnungslosigkeit. Doch selbst, wenn Harper den Fluch brechen will, sie kann ihre eigene Liebe nicht erzwingen. Und vielleicht ist es am Ende nicht Prinz Rhen, der daran scheitert den Fluch zu brechen – sondern Harper.


„I want to trust you,“ she says, so quietly that her voice can get lost in the wind. „I want – I want to know it’s real. Not that you are trying to trick me to break the curse.“ I do not understand how she can fill me with such hope and fear simultaneously. […] „I want to know it’s real, too,“ I say.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 285


Schreibstil und Charaktere

Als ich A Curse so Dark and Lonely auf Englisch gelesen habe, habe ich festgestellt, dass es tats├Ąchlich sehr einfach war. Der Schreibstil war sehr angenehm und leichter zu lesen, als die letzten englischen B├╝cher die ich gelesen habe. Also durchaus auch f├╝r Einsteiger in englischsprachige Fantasy B├╝cher geeignet.

Das Buch ist in der ICH-Perspektive geschrieben und wechselt zwischen Rhen und Harper hin und her. Beide Charaktere lernt man so authentisch kennen und lieben.

Harper ist ein starkes M├Ądchen mit einem wundervollen Charakter. Sie ist sehr selbstlos, wei├č aber dennoch sehr genau was sie will und was nicht. Sie ist damit anders, als alle M├Ądchen die Rhen im Laufe seines Fluches kennengelernt hat. Und damit ist sie gleichzeitig auch die gr├Â├čte Herausforderung f├╝r ihn.

Rhen hat die Hoffnung beinahe aufgegeben. Harper misstraut ihm anfangs zu sehr. Doch als sie hinter Rhens Schutzmauer und Strategien sieht, sieht sie seine G├╝te, seine Gebrochenheit und sein Bestreben all seine Fehler wieder gut zu machen, seine Schuldgef├╝hle und seine Hingabe f├╝r sein Volk.


„My father once said that we are all dealt a hand at birth. A good hand can ultimately lose – just as a poor hand can win – but we must all play the cards fate deals. The choices we face may not be the choices we want, but the are choices nonetheless.“

A Curse so Dark and Lonely Seite 188


Grey ist der dritte Hauptcharakter im Bunde. Der etwas unterk├╝hlte und d├╝stere, aber im Herzen sehr loyale und faire Kommandant der k├Âniglichen Leibgarde. Der letzte Mann der noch an Rhens Seite steht und ihm durch alle Widrigkeiten folgt.

Auch wenn Harper ihm gegen├╝ber am Anfang auch sehr misstrauisch gegen├╝ber steht, schafft sie schneller vertrauen zu ihm zu fassen, als zu Rhen.

Der oft einsch├╝chternd wirkende und kampferprobte Grey zeigt sich in seinem Inneren doch als Mann mit Ehre und einem guten Herzen. Grey ist der Inbegriff der Loyalit├Ąt. Er bleibt bei Rhen, da er als Kommandant der k├Âniglichen Leibgarde einen Eid geschworen hat – einen Eid den er trotz aller Umst├Ąnde nie bereut hat.


His loyalty should inspire me. It does not. I have done nothing to earn it. I find that I regret his oath.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 158


Man schlie├čt alle Charaktere, jeden f├╝r sich sofort in sein Herz und will sie gar nicht mehr loslassen. Jeder tr├Ągt sein P├Ąckchen in einem schier ausweglosen Fluch und nur ein Narr wagt noch zu hoffen.

Fazit

Ich habe A Curse so Dark and Lonely von der ersten Seiten an geliebt. ­čÖé Ich bin ja ohnehin ein Die Sch├Âne und das Biest Fan, aber A Curse so Dark and Lonely bringt das Ganze nochmal auf einen ganz neuen Level.

Das Buch hat zurecht so viele Fans und verdient seinen Bekanntheitsgrad im englischen Raum und ich hoffe, dass es auch ins Deutsche ├╝bersetzt wird, f├╝r alle die nicht so gerne auf Englisch lesen. Obwohl ich es wie gesagt, durch den einfachen Sprachgebrauch auch f├╝r Leute empfehlen kann, die nicht so h├Ąufig auf Englisch lesen.

A Curse so Dark and Lonely geh├Ârt auf jeden Fall ab sofort zu meinen Lieblingsb├╝chern ├╝berhaupt. Wer sich bei einem Fluch der nur durch die Liebe gebrochen werden kann, eine schmalzige Romanze vorstellt, ist hier Fehl am Platz. ­čśë

Das Buch wird seinem Namen gerecht – es ist ein einsamer und dunkler Fluch und die Hoffnung so gut wie erloschen. A Curse so Dark and Lonely hat mich gefesselt und seine Charaktere haben mich ber├╝hrt und die Dialoge haben mich ein paar Mal (ja ich gebs zu) zum Heulen gebracht. ­čÖé

Band 2 unter dem Titel A Heart so Fierce and Broken erscheint im Januar 2020 und steht bereits gaaaaanz oben auf meiner Wunschliste. ­čÖé

Ich kann das Buch nur aufs St├Ąrkste empfehlen – ich liebe es. ­čÖé


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