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Rezensionen

Rezension – The Hazel Wood

The Hazel Wood wurde im englischsprachigen Raum schon etwas gehypt und ich war neugierig auf das Buch. Ich habe mir die englische Taschenbuch-Ausgabe mit dem schwarz-goldenen Cover geholt.

Die Ausgabe an sich finde ich ganz toll. Nicht nur das Cover sondern auch die Buchbindung. Es ist ein etwas „schlabbriges“ Taschenbuch – ich weiß nicht ob es dafür einen professionellen Ausdruck gibt. 😀

Mit schlabbrig meine ich Taschenbücher die sich gut und sehr weit öffnen lassen ohne das Leserillen im Buchrücken entstehen. Das finde ich schon komfortabel beim Lesen. 😊

Handlung

Alice Proserpine ist quasi auf der Straße aufgewachsen. Sie und ihre Mutter Ella sind immer unterwegs und ziehen oft um, da sie das Pech magisch anziehen zu scheinen.

In ihrer Umgebung passieren oft unschöne Dinge, weshalb Ella mit Alice immer weiterzieht um diesem Unglück zu entgehen. Somit ist Ella für Alice die einzige wirkliche Bezugsperson und die beiden stehen sich sehr nahe.

Doch ein Thema gibt es, dass zwischen Alice und ihrer Mutter für Spannungen sorgt. Ihre Großmutter Agathe Proserpine. Sie ist die Verfasserin des Buches Tales of the Hinterland einem schwer aufzufindenden Buch voller dunkler und düsterer Märchengeschichten aus dem Hinterland.

Dieses kuriose Buch hat Ellas Meinung nach eine zu fanatische Anhängerschaft und sie möchte nicht, dass Alice je mit diesem Thema in Berührung kommt.

Doch als Alices Vergangenheit sie plötzlich einzuholen scheint und ihre Mutter Ella plötzlich verschwunden ist, macht sie sich mit ihrem Klassenkameraden und Hinterland-Superfan Ellery Finch auf die Suche und entdeckt, dass die Geschichten im Buch ihrer Großmutter vielleicht nicht einfach nur Geschichten sind.

Charaktere und Schreibstil

Die Kapitel im Buch sind immer mit einer passenden Illustration versehen. Zwei Kapitel Ausschnitte sind Auszüge aus dem Buch von Agathe Proserpine und sehr interessant zu lesen. Quasi eine kleine Geschichte in der Geschichte.

Das Buch ließ sich für mich nicht ganz so flüssig lesen. Ich weiß nicht ob es am Schreibstil der Autorin lag oder am Englischen selbst. Ich lese oft und gerne Bücher auf Englisch, aber so holprig wie hier, fühlt es sich bei den meisten nicht an. Woran genau es lag, kann ich jedoch nicht genau definieren.

Obwohl mir die Geschichte an sich gefallen hat, wurde ich mit ihren Charakteren nicht ganz warm. Sie waren okay, aber ich habe mich ihnen nie wirklich verbunden gefühlt – selbst der Protagonistin Alice nicht. Am besten gefiel mir noch Ellery Finch, obwohl einen dieser nur über einen Teil des Buches hinweg begleitet.


Everyone is supposed to be a combination of natur and nurture, their true selves shaped by years of friends and fights and parents and dreams and things you did too young and things you overheard that you shouldn’t have and secrets you kept or couldn’t and regrets and victories and quiet prides, all the packed-together detritus that becomes what you call your life.

The Hazel Wood Seite 128


Fazit

Die Idee zu The Hazel Wood finde ich ganz interessant. Die Geschichte hatte durchaus ihren Reiz durch dunkle, mysteriöse Dinge die vielleicht viel realer sind als gedacht.

Die Hintergrundgeschichte die einem im Laufe des Lesens offenbart wird, gefiel mir sehr gut. Es geht nichts über düstere Märchen. 😊


„My friend was killed – I should be sad, right? But I’m not. I haven’t felt anything since that night. I’m just numb. Half of me is still there, trapped in that hell. While the rest of me is here, trapped in this room.“

The Hazel Wood Seite 149


Dennoch konnten mich die Charaktere nicht ganz abholen. Ob es am Schreibstil lag oder an etwas anderem – ich weiß es nicht.

Ich möchte den Plot, ich mochte die Idee der Story, aber irgendwie hat es mich nicht ganz überzeugt.

Ich bin froh es zu Ende gelesen zu haben, weil ich die Story an sich mochte, darum ist es auf jeden Fall einen Blick wert. Mir persönlich hat der Schreibstil nicht ganz zugesagt und ich konnte wahrscheinlich dadurch keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen. Aber das ist ja oft Geschmackssache. 😊


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Rezension – Heartless

Heartless ist eines der Bücher, die ich mir auf der Leipziger Buchmesse gekauft habe. Ich habe viel Gutes darüber gehört und war neugierig auf den Inhalt. 🙂

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Bildquelle: ravensburger.de

Handlung

Zera ist eine der drei Herzlosen der Hexe Nightsinger. Als ihre Familie bei einem Überfall getötet wurde, „rettete“ Nightsinger Zera, indem sie sie zu einer Herzlosen machte.

Für Zera bedeutet dies Unsterblichkeit. Seit drei Jahren ist sie bereits im Körper ihres sechzehnjährigen Ichs gefangen. Doch das ist es nicht, was Zera zu schaffen macht.

Das Schlimmste am Dasein als Herzlose ist die Glut. Die Glut ist wie eine böse Stimme, ein Monster in ihrem Kopf, das nur den Gedanken kennt, zu töten. Und wenn Zera nicht Acht gibt, übernimmt die Glut die Kontrolle.

Zera will unbedingt ihr Herz zurück, das Nightsinger aufbewahrt. Und sie bekommt ein verlockendes Angebot. Sie soll im wahrsten Sinne des Wortes, das Herz des Prinzen stehlen und ihn zu einem Herzlosen machen.

Er soll das Druckmittel der Hexen sein, um einen weiteren Krieg zwischen Menschen und Hexen zu verhindern. Zera willigt ein, jedoch ist die Aufgabe nicht so einfach. Wie soll sie jemanden zu dem Fluch verdammen, dem sie selbst so verzweifelt zu entrinnen versucht?


„Allmählich erkenne ich, dass „fast“ mit mehr Bedauern verbunden ist als ein eindeutiges Ja oder Nein. Ja und Nein stehen für ein Ende und einen Anfang. Aber „fast“ bleibt an der Grenze, bleibt immer vage und ist dennoch da.“

Heartless – Seite 426


Schreibstil und Charaktere

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen. Die Geschichte ist in der ICH-Perspektive von Zera erzählt.

Am Anfang musste ich mit Zera etwas warm werden. Sie war etwas „bockig“, doch im Laufe der Geschichte empfand ich ihre Haltung eher als liebenswert frecht. 😉

Lucien ist der Prinz dessen Herz Zera stehlen soll und auch er gibt sich gerne arrogant. Doch im Grunde seines Herzens ist er ein einfühlsamer junger Mann, der bereit ist alles für sein Volk zu geben – was Zera ihre Aufgabe nicht unbedingt erleichtert.

Lady Y’shennria gibt sich als Zeras Tante aus und nimmt Zera für die Dauer der Mission bei sich auf. Sie lehrt ihr alle Anstandsregeln am Hof und in adeliger Gesellschaft.

Ein Charakter der mir sehr gut gefallen hat, ist Malachite. Er ist der Leibwächter des Prinzen und ist, ganz untypisch für jemanden in seiner Position, für jede Schandtat zu haben. 😉

Fazit

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich trauere ein bisschen der Tatsache nach, dass der englische Originaltitel nicht übernommen wurde oder übernommen werden konnte.

Bring me their hearts klingt einfach fantastisch und gefällt mir persönlich besser als die deutsche Version Heartless.

Aber es geht ja schließlich um den Inhalt und dieser ist echt gelungen. Heartless hat mich zwar nicht vom Stuhl gefegt, aber es hat mich sehr gut unterhalten und bot am Ende auch nochmal einen schönen Cliffhanger.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht. Band 1 verspricht eine interessante Trilogie und ich bin neugierig auf Band 2 der im Frühjahr 2020 erscheint.


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Rezension – A Curse so Dark and Lonely

Das Buch stand auf meiner Wunschliste seit ich es zum ersten Mal auf Instagram entdeckt habe.

Und dann war eine wunderschöne limitierte Ausgabe in meiner FairyLoot Box enthalten – ich habe mich riesig gefreut. 🙂

Gleich vorweg: A Curse so Dark and Lonely ist mein liebstes Buch, das ich dieses Jahr bisher gelesen habe und sofort zu einem „all time favourit“ geworden. 🙂

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Handlung

A Curse so Dark and Lonely ist angelehnt an die allseits berühmte Geschichte Die Schöne und das Biest und doch ganz eigenständig und anders.

Der junge Prinz Rhen hat eine mächtige Zauberin verärgert, die ihn dazu verflucht, Monate seines achtzehnten Jahres immer wieder zu wiederholen. Gegen Ende dieser immer wiederkehrenden Saisonen verwandelt er sich in eine Bestie, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann.

Wenn die Saison endet, kehrt alles im Schloss wieder in seine Ursprungslage zurück. Mit Außnahme der Menschen, die gestorben sind. Die Toten bleiben tot.

Schon mehrere hundert Saisonen sind angebrochen und Rhens Verzweiflung ist greifbar. Er hat nicht nur seine Familie durch den Fluch verloren, sein Volk ist ohne die Königsfamilie ohne Führung. Elend und Hunger breiten sich aus, die königliche Armee ist zerschlagen und die Invasoren stehen vor der Schwelle.

Es bräuchte nur ein Mädchen, das ihn liebt, um den Fluch zu brechen. Ein leichtes dachte sich Rhen, als im der Fluch auferlegt wurde. Doch sein Kommandant Grey, der Einzige der an seiner Seite verblieben ist, bringt ihm jede Saison eine junge Frau und nichts was Rhen je getan hatte, hatte Erfolg gebracht.

So viele Saisonen, so viel Zerstörung, so viele Tote. Allein durch sein Versagen. Rhen ist des Spieles müde, was die böse Zauberin Lillith nicht amüsiert. Sie gewährt Rhen eine letzte Saison. Sollte er diese Saison sterben, wäre er wirklich tot. Nicht wie in den Saisonen davor.

Rhen hatte oft genug in seiner Verzweiflung auf vielerlei Arten versucht sich das Leben zu nehmen. Doch dann begann die Saison wieder von vorne. Aber diesmal würde es enden. Fast ein Hoffnungsschimmer für den leidgeplagten Rhen. Sein Kommandant Grey wäre befreit und das Leid hätte ein Ende.

Doch in dieser Saison muss Rhen erfahren, wie es wirklich um sein Volk steht. Selbst wenn er sich tötet, bevor er sich in die Bestie verwandelt, die schon so viele Leute zerrissen hat, wird das benachbarte Reich einmaschieren und seine Leute werden sterben. Allein durch sein Versagen.


„The thougth feels immeasurably selfish now. He can kill me, but that will do nothing to spare my subjects from an invading force. My death ends my suffering. It does nothing for him or for my people.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 157


Seine letzte, fast erloschene Hoffnung ruht auf dem Mädchen, das Grey diese Saison bringen wird. Grey hat als einziger durch den Fluch die Fähigkeit erhalten, in eine andere Welt zu reisen und erwischt dort ausgerechnet Harper.

Harper die eigentlich gerade Schmiere für ihren Bruder Jake steht, der versucht die Schulden ihres Vaters durch dreckige Arbeit abzubezahlen. Und dabei sieht sie plötzlich einen jungen Mann in einer Gasse, der versucht ein Mädchen zu entführen.

Harper will eingreifen und geht auf den Mann los. Doch plötzlich befindet sie sich nicht mehr in Washington D.C. Sie befindet sich an einem fremden Ort, einer fremden Welt. In Emberfall. Grey hat sie hergebracht, als letzte Chance den Fluch zu brechen.

Doch Harper vertraut ihrem Entführer nicht und auch nicht dem verschlossenen Rhen. Sie hat Sorge um Jake und um ihre kranke Mutter. Doch sie kann nicht mehr zurück.

Anstatt sich zu fürchten, nimmt Harper jedoch ihr Schicksal selbst in die Hand und ist auch bereit es mit dem bis zu den Zähnen bewaffneten Grey und dem Prinzen aufzunehmen.

Aber Harper muss sich der Wahrheit stellen – das Schloss ist verflucht – und sie die einzige die den Fluch brechen kann. Es geht nicht nur um Rhen, es geht nicht nur um Grey, sondern um ein ganzes Volk. Wie soll sie sich in einen Mann verlieben, dem sie nicht vertraut? Der veranlasst Mädchen zu entführen?

Doch sie erkennt, Grey und Rhen sind nicht die Monster die sie zu anfangs in ihnen sehen will. Sie erkennt ihre Verzweiflung und ihre Hoffnungslosigkeit. Doch selbst, wenn Harper den Fluch brechen will, sie kann ihre eigene Liebe nicht erzwingen. Und vielleicht ist es am Ende nicht Prinz Rhen, der daran scheitert den Fluch zu brechen – sondern Harper.


„I want to trust you,“ she says, so quietly that her voice can get lost in the wind. „I want – I want to know it’s real. Not that you are trying to trick me to break the curse.“ I do not understand how she can fill me with such hope and fear simultaneously. […] „I want to know it’s real, too,“ I say.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 285


Schreibstil und Charaktere

Als ich A Curse so Dark and Lonely auf Englisch gelesen habe, habe ich festgestellt, dass es tatsächlich sehr einfach war. Der Schreibstil war sehr angenehm und leichter zu lesen, als die letzten englischen Bücher die ich gelesen habe. Also durchaus auch für Einsteiger in englischsprachige Fantasy Bücher geeignet.

Das Buch ist in der ICH-Perspektive geschrieben und wechselt zwischen Rhen und Harper hin und her. Beide Charaktere lernt man so authentisch kennen und lieben.

Harper ist ein starkes Mädchen mit einem wundervollen Charakter. Sie ist sehr selbstlos, weiß aber dennoch sehr genau was sie will und was nicht. Sie ist damit anders, als alle Mädchen die Rhen im Laufe seines Fluches kennengelernt hat. Und damit ist sie gleichzeitig auch die größte Herausforderung für ihn.

Rhen hat die Hoffnung beinahe aufgegeben. Harper misstraut ihm anfangs zu sehr. Doch als sie hinter Rhens Schutzmauer und Strategien sieht, sieht sie seine Güte, seine Gebrochenheit und sein Bestreben all seine Fehler wieder gut zu machen, seine Schuldgefühle und seine Hingabe für sein Volk.


„My father once said that we are all dealt a hand at birth. A good hand can ultimately lose – just as a poor hand can win – but we must all play the cards fate deals. The choices we face may not be the choices we want, but the are choices nonetheless.“

A Curse so Dark and Lonely Seite 188


Grey ist der dritte Hauptcharakter im Bunde. Der etwas unterkühlte und düstere, aber im Herzen sehr loyale und faire Kommandant der königlichen Leibgarde. Der letzte Mann der noch an Rhens Seite steht und ihm durch alle Widrigkeiten folgt.

Auch wenn Harper ihm gegenüber am Anfang auch sehr misstrauisch gegenüber steht, schafft sie schneller vertrauen zu ihm zu fassen, als zu Rhen.

Der oft einschüchternd wirkende und kampferprobte Grey zeigt sich in seinem Inneren doch als Mann mit Ehre und einem guten Herzen. Grey ist der Inbegriff der Loyalität. Er bleibt bei Rhen, da er als Kommandant der königlichen Leibgarde einen Eid geschworen hat – einen Eid den er trotz aller Umstände nie bereut hat.


His loyalty should inspire me. It does not. I have done nothing to earn it. I find that I regret his oath.“

A Curse so Dark and Lonely – Seite 158


Man schließt alle Charaktere, jeden für sich sofort in sein Herz und will sie gar nicht mehr loslassen. Jeder trägt sein Päckchen in einem schier ausweglosen Fluch und nur ein Narr wagt noch zu hoffen.

Fazit

Ich habe A Curse so Dark and Lonely von der ersten Seiten an geliebt. 🙂 Ich bin ja ohnehin ein Die Schöne und das Biest Fan, aber A Curse so Dark and Lonely bringt das Ganze nochmal auf einen ganz neuen Level.

Das Buch hat zurecht so viele Fans und verdient seinen Bekanntheitsgrad im englischen Raum und ich hoffe, dass es auch ins Deutsche übersetzt wird, für alle die nicht so gerne auf Englisch lesen. Obwohl ich es wie gesagt, durch den einfachen Sprachgebrauch auch für Leute empfehlen kann, die nicht so häufig auf Englisch lesen.

A Curse so Dark and Lonely gehört auf jeden Fall ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern überhaupt. Wer sich bei einem Fluch der nur durch die Liebe gebrochen werden kann, eine schmalzige Romanze vorstellt, ist hier Fehl am Platz. 😉

Das Buch wird seinem Namen gerecht – es ist ein einsamer und dunkler Fluch und die Hoffnung so gut wie erloschen. A Curse so Dark and Lonely hat mich gefesselt und seine Charaktere haben mich berührt und die Dialoge haben mich ein paar Mal (ja ich gebs zu) zum Heulen gebracht. 🙂

Band 2 unter dem Titel A Heart so Fierce and Broken erscheint im Januar 2020 und steht bereits gaaaaanz oben auf meiner Wunschliste. 🙂

Ich kann das Buch nur aufs Stärkste empfehlen – ich liebe es. 🙂


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Rezension – Sempera

Sempera ist ein supersüßes Buch, das ich mir auf der Berliner Buchmesse gekauft habe.

Mit Katzen liegt man bei mir eigentlich auch immer richtig. 🙂

Handlung

In Sempera begleiten wir die sechzehnjährige Daisy und Daisy hat eine Angststörung. Sie wird von Panikattacken heimgesucht, die es ihr unmöglich machen aus dem Haus zu gehen.

Ihre Sozialkontakte beschränken sich deshalb auf ein Minimum. Auf ein paar Internetchats und natürlich auf Nadja, Ihre Pflegemutter.

Ihre leiblichen Eltern hat Daisy nie kennengelernt, da sie bei einem Autounfall starben als sie noch ein kleines Kind war.

Doch eines Tages zieht es Daisy plötzlich nach draußen und sie entscheidet ihre Angst zu überwinden und den Müll rauszutragen. Klingt nicht schwer, ist für Daisy jedoch eine echte Herausforderung.

Als dann auch noch eine Katze ihren Weg kreuzt, wird es Daisy fast zu viel. Doch als sie der Katze auf die Straße nachläuft, rast plötzlich ein Auto auf sie zu und Daisy befindet sich plötzlich an einem fremden Ort.

In einer Parallelwelt im Land Sempera. Und sie muss feststellen, die Katze, ist eigentlich gar keine Katze sondern ein mürrischer Mann namens Kasimir. Doch er ist nicht der Einzige in Sempera der sich in Tiergestalt verwandeln kann.

Die anfängliche Idylle trügt jedoch, denn es herrscht ein Krieg und ausgerechnet Daisy wird von den Bösen gejagt, da eine Prophezeiung besagt, ein Menschkind wird der Retter sein.

Charaktere und Schreibstil

Das Buch ist in relativ kurze Kapitel gegliedert und lässt sich schnell und flüssig lesen. Daisys Freunde in Sempera werden sehr realistisch und supersüß beschrieben. Sempera ruft wirklich positive Gefühle wach. Man spürt den Zusammenhalt untereinander und merkt wie wichtig die Freunde einander sind und wie sie zu einer Familie zusammenwachsen.

In das „Zwischenmenschliche“ kann man sich also sehr gut reinfühlen und die Gefühlswelt der Charaktere sind sehr nah und spürbar.

Da mir das Buch aufgrund der wirklich lieben Charaktere immer ein positives Gefühl gegeben hat, waren die Todesfälle immer ein richtiger Schock. Sie waren nicht schlimm oder zu anschaulich beschrieben. Aber ich fühlte mich so wohl und in Watte gepackt, dass mich das immer total unvorbereitet getroffen hat.

Da wurde einem beim Lesen dann wieder klar, dass das Land und seine Bewohner in echten Schwierigkeiten stecken.

Fazit

Das Buch ist sehr kurzweilig, aber wirklich toll geschrieben und hat auch Gefühle beim Lesen geweckt.

Wer sich also für eine phantastische und supersüße aufgebaute Welt mit Gestaltwandler interessiert, ist hier goldrichtig. 🙂

Band 2 ist bereits erschienen und verspricht spannend weiterzugehen.


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Rezension – Nevernight – Die Prüfung

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Nevernight wurde ja mega gehypt. Ich wollte natürlich wissen, was es mit diesem Hype auf sich hat und da das Buch genau nach meinem Geschmack ist, habe ich es mir nun endlich geholt. 🙂

Vielleicht irre ich mich ja, aber kann es sein, dass die Erstauflage einen roten Buchschnitt hatte? Ich war mir total sicher, dass Nevernight als ich es damals nach dem Release im Laden gesehen habe, einen roten Buchschnitt hatte und war dann irgendwie voll enttäuscht, als ich das Buch vor einigen Monaten bestellt habe und der Buchschnitt ganz normal war. :/

Also entweder war wirklich die Erstauflage rot (ich habe die Zweitauflage) oder ich bilde mir das Ganze ein…?

Aber gut, nun zum Buch. 🙂 Die Prüfung ist der erste Band der Nevernight-Reihe.

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Bildquelle: fischerverlage.de

Handlung

Die sechzehnjährige Mia hatte es in ihrem Leben alles andere als leicht. Mit zehn Jahren musste sie mitansehen wir ihr Vater öffentlich hingerichtet und ihre Familie außeinander gerissen wurde.

Mias Mutter, kleiner Bruder und auch ihre Katze teilten ein nicht weniger schlimmes Schicksal und so war Mia ganz allein auf sich gestellt, als man auch sie töten wollte.

Aber Mia war doch nicht ganz allein…

Mia ist Dunkelinn und kann die Schatten kontrollieren. Herr Freundlich, die Schattenkatze die gar keine Katze ist, begleitet sie fortan.

Von ihrem Shahiid (Meister) Mercurio lernt Mia ihr Handwerk, bis sie nun bereit ist die rote Kirche aufzusuchen, um sich als Assassine ausbilden zu lassen.

Doch dieser Weg ist hart und soll Mia alle Schwäche austreiben. Aber Mia bleibt standhaft und ist getrieben von dem Gedanken, ihre Familie zu rächen. Um dies zu erreichen, muss Mia jedoch vielleicht auch ein Monster werden, um die Monster zu vernichten.

Charaktere und Schreibstil

Nevernight ist in der dritten Person geschrieben. Dieses Buch hat jedoch einen sehr eindeutigen Geschichtenerzähler. Gleich zu Anfang erfährt man, dass Mias Geschichte von jemanden anderen erzählt und niedergeschrieben wird.

Während man die Geschichte selbst liest, fällt dies nicht mehr so auf. Hingegen weist das Buch viele Fußnoten auf, die bestimmte Dinge wie politische Themen oder geschichtliche oder religiöse Aspekte näher erklären oder sogar persönliche Anmerkungen des „Autors“ bzw. des Erzählers enthalten.

Das verleiht dem Buch einen ganz eigenen und authentischen Touch. Ich muss zugeben, ich brauchte eine Weile, um in das Buch reinzufinden. Um ehrlich zu sein, waren es fast 100 Seiten bis mir das Buch so richtig gefiel. 🙂

Dann nahm Nevernight jedoch rasant Fahrt auf. Es ist superspannend, voller dunkler Geheimnisse und der Autor nimmt wahrlich kein Blatt vor den Mund.

Die Charaktere sind gut ausgefeilt und beschrieben. Selbst Charaktere die man nicht so genau kennenlernt sind sehr authentisch und echt.

Nevernight ist durchwegs spannend beschrieben (bis auf meine Eingewöhungsphase am Anfang, da der Schreibstil schon etwas ungewöhnlich ist) und lässt sich vor allem für die Seitenanzahl (704 Seiten) sehr schnell und flüssig lesen.

Fazit

Band 2 werde ich mir auf jeden Fall holen und vermutlich auch den Band danach. 😉

Der Schreibstil kann anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein. Für mich war es hauptsächlich der Satzbau und die Fußnoten. Aber sobald ich da drinnen war und die Geschichte Fahrt aufgenommen hat, war es einfach unglaublich spannend und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Nevernight wird dem Lobgesang meiner Meinung nach durchaus gerecht. Und bei Schattenkatzen kann man bei mir ohnehin nichts falsch machen. 🙂

Nevernight würde ich dennoch erst ab 16 Jahren empfehlen, da es doch blutige oder sexuelle Szenen gibt und viel gemordet wird. Aber hey, es geht ja auch um die Ausbildung zur Assassine. 😉

Gegen Ende gibt es nochmal einen heftigen Plottwist, den ich so gar nicht erwartet hätte und ich bin gespannt wie es weitergeht. 🙂


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